Wieso einen betaCube, wenn es doch bereits QNAP und Co. gibt?

  • Wieso einen betaCube, wenn es doch bereits QNAP und Co. gibt?

    Das ist eine interessante Frage, schliesslich gibt es neben den erwähnten Herstellern wie Synology und QNAP auch andere freie NAS Software.
    Zuerst einmal muss man das Aufgabengebiet betrachten:


    betaCube:
    Aufgabe - Netzwerkspeicher für Daten/Backup und Co., Mediahosting / Streaming / Konverter, Cloud, Allrounder für Downloads, Surveillance Station

    Software // Basierend auf Debian/Ubuntu als die am häufigsten genutzte/gepflegter Software halte ich die Liste der Anwendungen Out-of-Box sehr klein. Der Benutzer hat die Möglichkeit über die Konsole und GUI seine gewünschte Funktion & Software einzuspielen. Das benutzen von Linux Software für den Desktop ist ohne Einschränkungen möglich!


    Im Detail arbeitet das System mit einem auf Performance optimiertem Backport Kernel. Die Patches dazu kennt man u.a. von Intels Kernel Team (Clear Linux) sowie dem Linux Desktop Solus. Der Plex Mediaserver mit automatisierter Updatefunktion gehört ebenso zum Lieferumfang wie der Fernzugriff via Teamviewer oder VNC. Weitere inkludierte Funktionen wie Backup, Multipartshare & Verschlüsselung dürfen nicht unerwähnt bleiben.


    Nützliche Funktionen werden mit jeder weiteren Version eingepflegt oder aufgenommen wie z.b. zuletzt Snapshots & Stealthmode in betaCube V3.


    Hardware // Das Herzstück der Zentrale arbeitet immer mit der aktuellsten Technik! Ich bediene mich hier aus beiden Lagern bei Intel wie auch AMD angepasst an das gewünschte Szenario das Du bei der Bestellung angibst. Als weiteres ist, mit Ausnahme des kleinen Fileserver, immer ein echter Quadcore Prozessor sowie Dualchannel Speicher im Einsatz. Eine Bildausgabe ist auch direkt am Gerät möglich (VGA, DVI, HDMI). Zusatzkarten und Funktionserweiterungen wie z.b. Anbindung via WiFi sind optional möglich.

    Ein betaCube sieht nicht zwangsläufig nach einem Server aus*. Er lässt sich auch schick im Wohnzimmer unterbringen und fällt kaum mit einem Betriebsgeräusch auf.

    Ein paar Eigenschaften des betaCube:
    + Alle betaCube Server können min. 4 Slots an Festplattenspeicher aufnehmen

    + Bestmögliche Nutzung der Hardware = Nutzbare Leistung!

    + Flexible Software + Mediencodec Bereitstellung

    + Echtzeit-Überwachung über Prozessorlast, Speicher (System, RAM, RAID), Netzwerkverkehr, Temperatur und Prozesse

    + Plug`n Go System - Hardwareupgrade via Hardwarekit (bei z.b. Erneuerung oder gesteigerten Anspruch der Umgebung)

    Keine Neuinstallation der Umgebung notwendig

    Die Netzteile (beQuiet! / Seasonic / Corsair) sind für die nächsten Generationen mehr als ausreichend dimensioniert**

    + Bequeme Bedienung via Desktop und APP möglich.

    + Sehr Gutes Preis/Leistungsverhältnis


    betaCube Hardware + betaCube Software = <3



    QNAP und Co:

    Aufgabe - Netzwerkspeicher für Dateien und Backup, Mediastreaming, Surveillance Station
    Bieten in erster Linie einen Netzwerkdatenspeicher an deren Einstellungen und eigenständige Softwareverwaltung via Browser erreichbar ist. Das Hauptaugenmerk liegt zum grössten Teil als genau dieser Datenspeicher zu fungieren (Backup, Ordnerfreigabe, etc.) sowie gute Nebenfunktionen wie z.b. Surveillance Station (Lizenzmodell, Kostenpflichtig!).


    Die Softwareauswahl im eigenen Appstore ist überschaubar und geschlossen. Die Releases dafür werden von Synology und Co. selbst eingepflegt. Das einspielen von modifizierten Softwarepaketen ist nur für visierte Benutzer möglich - da keine offizielle Funktion dafür gegeben ist. Das Benutzen von Desktopsoftware ist unmodifiziert nicht möglich da schlichtweg keine Ausgabe einer GUI vorhanden!
    Die Leistung als Datenspeicher, ist (wenn man nicht gerade die kleinste Version des Herstellers gewählt hat) mehr als in Ordnung geht man von einem normalen Haushalt aus, der z.b. seinen Apple Mac sichert und ab und zu Dateien zwischen den Rechnern hin und her schiebt. Wird nun allerdings gleichzeitig ein Film gestreamt erreicht man ganz schnell das Leistungslimit und der Datenstream sinkt ab was auf die verwendete Hardware & RAM Ausstattung zurückzuführen ist.

    Die Hardware für Heimanwender siedelt sich im Low Power & Low Budget Bereich an. Firmen bekommen durchaus potente Hardware angeboten, die aber auch mit Anschlüssen wie SFP+, 10GBit LAN und Extenderport am Nutzen des Heimanwenders vorbei geht. Und damit sind wir schon beim Preisbereich. Nimmt man aktuelle Geräte dieser Hersteller in die engere Auswahl starten zwei Slot Versionen ab 160€, vier Slot Versionen ab 290€ für Firmen startet das Angebot ab ca. 740€.

    Alle Angaben sind Stand 07.Dezember 2018 und ohne Festplatten.



    FreeNAS, unRaid und Co:

    Aufgabe - Netzwerkspeicher für Dateien und Backup, Mediastreaming & Cloud

    Bieten eine Installation die man auf bestehende Hardware mittels CD/USB Stick durchführt. Das Setup erfolgt auch hier via Konsole, Webbrowser. Die Leistung hängt von der selbst gewählten Hardware ab, auch um deren Kompatibilität muss man sich selbst kümmern.


    Hauptaugenmerk ist hier der Datenspeicher (Raid) und sowie das anbieten von verschiedenen Diensten als Plugins wie z.b. Medien via Stream, Funktion als Mailserver etc. Je nach Ausführung gibt es zudem die Möglichkeit virtuellen Maschinen zu betreiben.

    Die Software ist frei und wird von einzelnen Personen wie auch Gruppen gepflegt und angepasst. Das Benutzen von Desktopsoftware ist nicht ohne weiteres möglich da keine Ausgabe einer GUI besteht. Die Ausrichtung dieser Software reicht vom Heimnutzer bis hin zu kleinen Unternehmen.

    Ohne Zweifel lässt sich sagen das ohne den Vorstoss dieser Software & deren Betreuer das Interesse an freien Software und deren Entwicklung zum Betrieb von einem Heimserver nicht so gross wäre wie heute! Ganz grosses Dankeschön an euch.:thumbup::thumbup:


    * Je nach gewähltem Gehäuse, mit/ohne Betriebs LED an.

    ** Ausnahme sind vorhandene SATA Stromanschlüsse bei Upgrades von 4,- auf 8 Laufwerke - da werden entsprechende Molex-> SATA Adapter notwendig.

  • Wie genau sieht das Preis/Leistungsverhältnis aus?


    Nehmen wir die aktuelle Serie von Synology und QNAP:
    Der Einstiegsbereich mit 2 Slots (ab 160€) bietet kaum eine Grundlage da die verwendeten Prozessoren der Marke Marvell und Realtek zum einen ARM Prozessoren sind und kaum über 800 Passmarkpunkte hinaus gehen. Zum anderen stecken zwischen 512MB und 2 GB DDR3 Speicher darin siehe Beispiel.

    betaCube Entry
    Synology Diskstation DS218+
    Dual Core 2.0 GHz
    Turbotakt bis 2.7 GHz
    Dual Core 2.0 GHz
    Turbotakt bis 2.5GHz
    4 GB DDR4 Speicher 4GB DDR3L Speicher
    bis zu 4 Festplatten (+2) bis zu 2 Festplatten
    CPU Passmark Punkte
    1601 (+26%)
    CPU Passmark Punkte
    1183
    betaCube Medium
    Synology Diskstation DS918+
    Quad Core 1.5 GHz
    Turbotakt bis 2.8 GHz
    Quad Core 1.5 GHz
    Turbotakt bis 2.3 GHz
    8 GB DDR4 Speicher
    8 GB DDR3L Speicher
    CPU Passmark Punkte
    2987 (+28%)
    CPU Passmark Punkte
    2147
    Preis
    ca. 360-410 €
    Preis
    ab 605 €


    Dieses Leistungsplus wird dann mit dem betaCube High mit +70% gegenüber Synology/QNAP getopt und das zu einem deutlich geringeren Preis!

    Gibt es noch weitere erwähnenswerte Eigenschaften?
    JA! Ganz vorne Weg: Das (Soft)Raid lässt sich an jedem x-beliebigen PC mit entsprechender Menge SATA Anschlüsse einhängen und betreiben wenn man einen längeren Umbau/Umzug oder vielleicht auch einen Defekt hat. Man muss nicht einmal einen neuen Rechner installieren, einfach das betaCube LiveImage starten oder auf ein Ubuntu/Debian LiveImage zurückgreifen, durchstarten & freuen!

    Die HardwareUpgrade Kits die zum erneuern oder anheben der bestehenden Leistung dienen. (Hierzu gibt es in einem weiteren Beitrag mehr Infos)


    Wieso wird eigentlich bei der Serverübersicht HD und 4k Streams in so einer kleinen Menge angegeben, mein DS218Play kann ja mehr!?

    Das sollte man genauer betrachten: Der DS218Play benötigt einen Hardwarechip um Videos ruckelfrei wiedergeben zu können - er verarbeitet das Video also nicht via Prozessor (der viel zu schwach wäre) sondern mit einer Einheit als Hilfsprozessor. Nebenbei machen das fast alle anderen NAS - damit kann sich der Hersteller Entwicklungskosten sparen und das Gerät trotzdem immer "modern" anbieten.


    Der betaCube könnte das auch, wir lassen das von Anfang an ausgeschaltet. Wieso? Weil die Bildausgabe via Hardwarecodec und/oder Intel Quicksync furchtbar leidet. Die sonst wenig anfälligen Comicverfilmungen wie Pets, Snoopy und Co. sehen verpixelt bzw. kantig aus.
    Ein weiteres Mango: Keinerlei Einstellmöglichkeit was und wie der Hardwarepart arbeiten soll - in meinen Tests wird das Bild aufgehellt, milchig, pixelig und man merkt dass hier nicht mal in FHD Auflösung gerechnet wird. Das könnte sich mit weiteren Generationen an Prozessoren ändern. Wir bleiben am Ball. Aktuell & Kurz: Mit dem betaCube steht immer die bestmögliche Qualität an!


    Haben die Hersteller den etwas was der Cube nicht anbietet? Irgendwelche Vorteile?

    ja, die Quickcopy Taste gibt es beim betaCube nicht. Also das ungesehene Dateien kopieren auf oder von einem vordefinierten Ordner auf ein USB Medium.

    Man kann die Geräte im Laden einfach kaufen und mit nach Hause nehmen.

    Die meisten Modelle sind in der Abmessung etwas kleiner als ein betaCube, dieser ist dafür schicker, leiser und besser gekühlt 8).


    Quellen:
    Intel QuickSync Video Plex Hardwareencoding